Radio braucht journalistisches und technisches Handwerk: Reportage, Moderation, Themenplanung, Schnittkunst und vieles mehr – aber nicht nur das. Wenn Programm und Technik direkt aufeinander stoßen, wenn die klangliche Ästhetik von Radioprogrammen definiert wird, braucht es gewerkeübergreifende Zusammenarbeit, eben "Integrierendes".

Erfolg entsteht hier aus funktionierenden Absprachen zwischen fremdelnden Gewerken, in strategischem Konsens, aus einem konstruktiven Miteinander in der Bearbeitung problematischer und/oder klangästhetisch relevanter Themenfelder.
Kein "lonsome rider"

Beispiel: "Fahren und Selbstfahren von Radiosendungen" (Bkz 22 016). Wir bieten dieses Training als Zusammenspiel von Journalisten/-innen und Techniker/-innen an. Auch hier der tragende Gedanke: Es braucht erst den Austausch über moderne Kriterien zu Sendefluss und Fahrtechnik, damit der Radiomitarbeiter kein "lonesome rider" wird, auch wenn er eine Sendung alleine fährt.
Der kleine Unterschied: Sendertypischer Sound
Beispiele: "Soundprocessing" (Bkz 25 007) und "Produktion von Layout und Sounddesign" (Bkz 22 012): Fast alle Hörfunkwellen polieren Programmelemente und Sendesignale inhaltlich und klanglich mit psychoakustischen Hilfsmitteln auf. Daraus entsteht ein sendertypischer Sound. Und der macht den kleinen Unterschied im Markt aus – oder eben nicht. Soundprocessing und Sounddesign definieren somit par excellence eine Schnittstelle zwischen Programm und Technik. Als Programm-Mitarbeiter/-innen fehlt einem vielleicht die Fachkompetenz, um konkrete Wünsche artikulieren zu können. Muss ein Techniker hingegen diese Wünsche umsetzen, interessiert er sich nicht zwangsläufig für die Strategie des Programms oder die Erkenntnisse aus der Medienforschung.
Individuelle Herausforderungen thematisieren

Gerade an solchen Schnittstellen kann der Radiokunde im Wortsinne hören, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedensten Abteilungen zusammenarbeiten. In unseren Workshops thematisieren und bearbeiten wir die individuellen Herausforderungen für Redakteure oder Toningenieure in Info-, Pop-, Kultur- und Mischwellen. Wir zeigen Wege auf, wie die Bedürfnisse von Technik und Programm vereinbar sind, etwa beim "Zusammenhang von Tonqualität und Programminhalt" (BkZ 22 009) oder beim "Mehrkanalton" (Bkz 22 105).
Mitwirken aller Beteiligten
Veranstaltungstipp
Der Zusammenhang von Tonqualität und Programminhalt (Bkz 22 009)
14. bis 16. Mai 2012 Beginn: 11 Uhr
ARD.ZDF medienakademie, Trainingszentrum Nürnberg
Referent: Tobias Geißner
Qualitätsmanagement und die Weiterentwicklung der Radio-"Produkte" verstehen wir im integrierenden Ansatz als Mitwirken aller Beteiligten. Denn Layout, Sound, Design und Klangästhetik erfordern klare Ziele. Sound-Qualität beruht auf Innovation und Werteorientierung gleichermaßen. Klangästhetik ist eine Teamaufgabe, die Ressortgrenzen im Hinblick auf Fachwissen, Inhalt, Kommunikation und Strategie überschreitet.
Einzigartige Trainings

Unsere Trainings gibt es so nirgendwo sonst. Sie sind einzigartig. Und die Trainer der genannten Angebote leben in ihrem Radioalltag vor, wie ein geschmeidiges und zielorientiertes Zusammenarbeiten zwischen Technik und Programm aussehen kann. Die Teilnehmer aus Programm UND Produktion schätzen das und bewerten mit Bestnoten.