Journalismusforum 2017 – Mit Vielfalt gegen Populismus

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Tags: Grundlagen Hintergrundwissen Recherchieren Reportage Storytelling

Trumps Wahlsieg, der Brexit und die erdrutschartigen Siege der AfD in einigen Bundesländern werfen Fragen auf: Warum folgen die Menschen den Populisten, obwohl sie als Bürger von Medien-Demokratien die Lügen und Blähungen erkennen müssten? Warum erreichen die Medien die Menschen offenkundig so wenig, dass diese leeren Versprechungen unkritisch folgen? Die Antwort darauf hat mehrere Dimensionen. Das Journalismusforum 2017 greift eine davon heraus: die der Vielfalt. In den Redaktionen spiegelt sich die Bandbreite der Gesellschaft nicht wider: Weiblicher sind die Redaktionen zwar geworden, aber Migranten, Behinderte, verschiedene Religionen oder gesellschaftliche Schichten? Fehlanzeige. Bio-Deutsche aus dem Bildungsbürgertum beschreiben mit ihrer Sicht alle anderen Gesellschaftsgruppen – aus der Perspektive des Mitleids, der Bewunderung, dem Herausstellen der Fremdartigkeit – kurz: des Andersseins und des nicht selbstverständlichen Dazugehörens. Mit intellektuellem Anspruch werden Geschichten erzählt, die so aufbereitet für viele unverständlich bleiben. Wie können Redaktionen bunter werden, wie die Diversität in den Köpfen trainiert werden, um so das Publikum besser in der Breite zu erreichen?

Nächste Termine

 bis 

Ort: Köln, KOMED
Dauer: 1 Tag
Preis: 290,- € p.P.

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Details

Ihr Nutzen

  • Mit internationalen und nationalen Beispielen gibt das Journalismusforum 2017 Anregungen für neue Rekrutierungsformen von bunterem journalistischen Nachwuchs, macht die "unconscious bias" in Vorträgen und mit Workshops bewusst und vermittelt Ideen, wie man ihr im Tagesgeschäft begegnen kann.

Zielgruppe

Medienschaffende aller Genres

Themen

  • Detailierte Informationen zu Themen und Referenten finden Sie unter www.journalismusforum.de
  • Die Themen hier im Überblick
    • Swati Sharma: Insights Washington Post – Developments, Decisions and Diversity
    • Hans W. Jablonski: Unconscious Bias: Blinde Flecken haben nur die anderen
    • Isabel Awad: Ordinary people and the news: When/how is participation meaningful?
    • Sonia Seymour Mikich: Das Andere ist oft das Gleiche – innen- und außenpolitische Berichterstattung heute
  • Drei parallele Workshops
    • Raùl Aguayo-Krauthausen: Über Menschen mit Behinderung vorurteilsfrei berichten
    • Leealaura Leskelä: Einfache Sprache in der journalistischen Praxis – Methodengenau für verschiedene Zielgruppen und Kanäle
    • Sheila Mysorekar: Berichterstattung über Migration – Stereotypen in Bildsprache und Text vermeiden
  • Podiumsdiskussionen
    • Guter Journalismus bildet alle ab – nimmt alle mit (Anne Fromm, Felicia Reinstädt, Stephan Lebert, Andreas-Peter Weber)
    • Projekte zur Integration ausländischer Kollegen/-innen (Diana Dlugosch, Isabel Schayani, Oscar Tiefenthal, Khalid Alaboud)