Nach dem KI-Camp ist vor dem KI-Camp
Drei Wochen KI, Daten und Coding – was wie ein Future-Crashkurs klingt, war eine intensive Erfahrung für die 10 Teilnehmenden unseres KI Sommercamps im Juli 2025. Und bald folgt das KI Wintercamp. Fragen an unseren Trainer Claus Hesseling.
Wie sieht man die Welt nach so einem KI Sommercamp? Fängt man an, in Prompts zu denken?
Claus Hesseling: Ja, schon ein wenig. Auf jeden Fall öffnet es die Augen dafür, welche Prozesse sich im eigenen Alltag mit KI-Hilfe vereinfachen lassen. Und selbst ich bin immer wieder überwältigt, wie viel sich allein in den drei Wochen tut. Morgens haben wir oft erst über die brandheißen KI-Entwicklungen des Vortages geredet; da lerne ich selbst jeden Tag noch etwas dazu.
Viele Teilnehmende sind Einsteiger*innen – muss man programmieren können oder sich mit Daten auskennen?
Claus Hesseling: Weder noch! Die Welt der KI ist sehr groß: Bilder, Videos, Avatare – Coding und Daten sind ein Teil, der eher am Ende eine Rolle spielt. Aber auch wer da keine Erfahrungen hat, muss keine Angst haben. Für alle Themen im Sommercamp gilt: Manchmal reicht es, wenn man eine grobe Vorstellung dazu hat, wie es funktioniert – ohne es selbst anwenden zu wollen.
Gibt es Beispiele für Sommercamp-Projekte, die umgesetzt wurden?
Claus Hesseling: Ja, in der dritten Woche gibt es eine Projektphase – da probieren wir praktisch aus. Ein Teilnehmer hat eine LLM-Arena gebaut, in der sich mehrere Modelle gegenseitig testen. Eine Teilnehmerin hat einen Anruf-Agenten gebastelt, der qualitative Telefon-Umfragen durchführen könnte. Es gab unter anderem einen Wildbienen-Bild-Erkenner, einen Deutsch-als-Fremdsprache-Tutor oder einen News-Bild-Generator. Viele spannende Ansätze, die sich alle in wenigen Tagen umsetzen ließen.
Im Februar 2026 wird es ein Wintercamp geben – wie wichtig ist die Mischung aus Präsenz in Münster und den Online-Kursteilen?
Claus Hesseling: Das wichtigste Feedback: ‚Bitte behaltet die zwei Tage Präsenzphase bei – das ist wichtig für das Funktionieren der Gruppe über die drei Wochen‘. Zwei Tage „beschnuppern“ hat die Gruppe direkt zusammengeschweißt. Dazu kommt: Unser Workshop-Raum hat ein Co-Working- oder Start-Up-Feeling – insgesamt passt das Uni-Gefühl gut zu unserem Thema, denn es geht ja um Lernen, Forschen, Entdecken.
Und was ist das schönste Feedback, dass du bisher bekommen hast?
Claus Hesseling: Der schönste Moment war der Abschuss: Da haben alle Teilnehmenden gemalte Herzen in die Webcam gehalten. Die waren nicht mal KI-generiert.
Vielen Dank für das Gespräch.
Mehr zum Wintercamp gibt es hier, Infos zum Sommercamp gibt es hier.
TIPP: Steuerrechtlich Solo-Selbstständige können sich für eine Förderung aus dem KOMPASS Programm des Europäischen Sozialfonds bewerben. Informationen darüber, wie man sich bei einer der KOMPASS-Anlaufstellen bewerben kann, bietet die Seite des Sozialfonds. Die Höhe der Förderung beträgt 90 % der Gesamtkosten, maximal 4.500 € (netto).
Bei Fragen rund um KI-Kurse hilft Simone Stoffers gern weiter: s.stoffers@ard-zdf-medienakademie.de
Autorin: Simone Stoffers
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Das dreiwöchige KI Wintercamp (in Präsenz und online) bietet die Möglichkeit, intensiv in das vielfältige Thema einzusteigen und es zu durchdringen. Wie funktioniert Künstliche Intelligenz eigentlich? Was ist Machine Learning? Und wie lässt sich das in der Arbeit mit Daten und Dokumenten ...
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