Futures Thinking

What´s next? – Zukunft denken und gestalten lernen

Im Seminar Futures Thinking als Zukunftskompetenz erkunden Sie die Zukunft der Medien und entdecken dabei Potenziale, die Sie in den nächsten Jahren auf dem Radar haben sollten. Was dahinter steckt und wie wünschenswerte Szenarien greifbar werden erklärt das Trainerteam im Interview.

Frau Engelhardt, Herr Granados Hughes, was ist Futures Thinking?

Simone Engelhardt / Rubén Granados Hughes: Futures Thinking ist die Kompetenz, mögliche Zukünfte zu erschließen und damit umzugehen. Es geht davon aus, dass es nicht "DIE EINE Zukunft" gibt. Was in Zukunft passiert, ist noch offen und somit auch gestaltbar. Wir müssen nicht dasitzen und warten was die Zukunft bringt, sondern jede*r Einzelne kann durch Futures Thinking aktiv an einer wünschenswerten Zukunft mitgestalten.

Da dieses Zukunftsbild für jede*n anders aussieht, macht man das am besten gemeinsam und jede*r kann sein Wissen und seine Vorstellung einbringen.

Warum, sagen Sie, sollten sich Kolleg*innen die Zeit nehmen, mögliche Zukunftsszenarien zu entwerfen?

Simone Engelhardt / Rubén Granados Hughes: Futures Thinking – bzw. Futures Literacy –, ist laut UNESCO eine essentielle Kompetenz des 21. Jahrhunderts. Die Komplexität in einer Welt, die immer schneller neue Trends und Herausforderungen hervorbringt, kann schon mal überfordern. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit zukünftigen Szenarien kann die Angst vor einer ungewissen Zukunft nehmen. Man lernt, Gestaltungsmöglichkeiten zu finden und ins Handeln zu kommen. Dieses Constructive Futuring, wie wir es nennen, macht Spaß und kann die mentale Gesundheit fördern.

Durch die Auseinandersetzung mit Zukunftsszenarien werden zudem Innovationen viel interessanter und vorausschauender, was Marktfähigkeit und Pioniergeist erhöht.

Wie läuft so ein Prozess ab in Ihrer Zukunftswerkstatt?

Simone Engelhardt / Rubén Granados Hughes: Der Prozess ist eine Art Lernreise in die Zukunft.

Zuerst geht es ums Entdecken: Wir erschließen uns mediale Entwicklungen – technische Trends, aber auch gesellschaftliche, politische oder ökologische Veränderungen. Nun überlegen wir: Welche Chancen und Potenziale könnten sich daraus in den nächsten Jahren ergeben? Auf Basis dieser Möglichkeiten entwerfen wir ein Szenario und machen es möglichst greifbar. 

Im letzten Schritt leiten wir ganz konkrete Handlungen ab: Was kann ich heute schon starten, um dieser Zukunft einen Schritt näher zu kommen? Das kann das Aufsetzen eines Innovationsprojektes sein, aber vielleicht auch ein neues tägliches Ritual.

Auf dem Weg hin zu einem solchen Szenario, was sind da für Sie die zentralen Fähigkeiten?

Simone Engelhardt / Rubén Granados Hughes: Eine gesunde Neugierde, Vorstellungskraft, Offenheit für neue Entwicklungen und Lust an der co-kreativen Gestaltung. Es geht hier um Fähigkeiten, die wirklich jede*r in sich trägt und aktivieren kann. Diese Skills sind unabhängig von Berufsfeld und Hierarchiestufe.

Denn Zukunftsgestaltung ist etwas, das uns alle angeht. Je mehr Menschen ihr Futures Thinking Trainingsprogramm schon heute starten, desto besser wird die Zukunft.

Vielen Dank für das Gespräch.

Wer die Zukunftswerkstatt selbst erleben möchte – hier gibt es alle Informationen zu dem neuen Seminar Futures Thinking als Zukunftskompetenz mit Simone Engelhardt und Rubén Granados Hughes. 

Bei inhaltlichen Fragen berät Sie gern Bettina Winter: b.winter@ard-zdf-medienakademie.de.

Autor: Sven Dütz

Bettina Winter
Fachgebietsleitung Fachliche Kompetenzen // Entwicklung und Persönlichkeit
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