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Suizid und Sterbehilfe: Wie Journalismus Leben retten kann

In Deutschland sterben jährlich mehr als 10.000 Menschen durch Suizid - das sind dreimal so viele wie Verkehrstote. Die Zahl der Menschen, die suizidale Gedanken und Impulse haben, ist noch viel größer. Dennoch berichten wir in den Medien darüber wenig. Zum Teil mit gutem Grund, denn Berichte über Suizide können Nachahmungen begünstigen.

Suizidalität komplett aus der Berichterstattung auszublenden, ist jedoch ebenfalls kein guter Weg.

Denn Medien können auch suizidpräventiv wirken und helfen, Leben zu retten – etwa indem sie Geschichten von Bewältigung und über Möglichkeiten der Hilfe erzählen. Diese Chance zu einer verantwortungsvollen Berichterstattung vertun die meisten Redaktionen bisher, und zwar obwohl das Interesse der Bevölkerung angesichts zunehmender psychischer Störungen wie Depressionen und wachsender Einsamkeit groß ist.

Details

Ihr Nutzen

  • Sie erfahren, wie Sie sensibel, fachlich fundiert und zugleich kreativ über Suizidalität und Sterbehilfe berichten können.
  • Sie bekommen psychologisches Wissen und praktische Ideen an die Hand, um die Themen medial zu enttabuisieren und mit Ihrer Berichterstattung Leben zu schützen.

Schwerpunkt

Das Seminar vermittelt anhand von Beispielen und praktischen Übungen durch psychologisches Hintergrundwissen und journalistische Leitlinien einen neuen Zugang zur Suizidberichterstattung.

Zielgruppe

Mitarbeitende aus allen Programmbereichen

Themen

  • Suizidalität und Medien:
    • Werther-Effekt und Papageno-Effekt: Was ist das?
    • Umgang mit (möglichem) Suizid bei Nachrufen und prominenten Personen (James-Dean-Effekt)
    • Besonderheit „Sterbehilfe“ und assistierter Suizid
    • Der Einfluss von Wording und Framing bspw. Suizid vs. Freitod und Sterbehilfe vs. Assistierter Suizid
    • (Mangelnde) Wirkung von Triggerwarnungen
    • Bebilderung des Themas
    • Themen und Aspekte für präventive Berichterstattung
  • Psychologischer und medizinischer Hintergrund:
    • Stufen der Suizidalität
    • Arten und Zulässigkeit von „Sterbehilfe“
    • Suizidalität in verschiedenen Alters- und Personengruppen
    • Suizidgründe und die Frage: Gibt es rationale Suizide? (auch in Hinblick auf „Sterbehilfe“)
    • Prävention von Suiziden und Suizidversuchen

Lehrmethoden

Best Practice, Vortrag, Diskussion

Nächste Termine

05.11.2026 (14:00 Uhr) bis
05.11.2026 (17:00 Uhr)
Webinar | Online
Preis: 290,- € p.P.
Seminarleitung:
Vanessa Köneke
Ausreichend Plätze
Wenige Plätze
Ausgebucht - Eintrag auf Warteliste möglich

Kontakt

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