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Wort und Dramaturgie: Wie texte ich für lange Formate?

Texten ist nicht gleich Texten: Für kurze Formate gelten andere Regeln als für lange Formate wie für Reportagen oder Dokumentationen, denn zum Wort kommt hier die Dramaturgie hinzu. Neben dem Stück selbst, folgt auch der Text einer übergeordneten Struktur: Welche Erzählhaltung nehme ich ein und aus welcher Perspektive erzähle ich? Nutze ich eine künstliche Textperson oder verwende ich einen auktorialen Erzählstil? In diesem Seminar erfahren Sie, welchen Gesetzen der Text in einem langen Stück folgt und wie Sie damit die Aufmerksamkeit des Zuschauers steuern.

Details

Ihr Nutzen

  • Sie haben ein sicheres Gefühl für das Texten von langen Formaten, sowohl theoretisch als auch praktisch.
  • Sie können selbst längere Filmtexte verfassen.
  • Sie können zielsicher analysieren, ob der gewählte Text der wirklich passende ist.

Schwerpunkt

Theorie und Arbeit an eigenen Texten

Zielgruppe

Für Mitarbeitende aus den Programmbereichen Fernsehen und Online

Themen

  • Theorie der Wahrnehmungsforschung
  • Filmtext als Kontrast zu Bild und Ton
  • Texthaltung und Textperson, Entscheidungskriterien für Textpersonen, Rolle der Textperson
  • Techniken zur Textredaktion
  • Einen glaubwürdigen Erzähler in der Länge etablieren
  • Gewichtende Fakten, die im Filmtext Spannung erzeugen
  • Glaubwürdigkeit langer Filmtexte durch Verzahnung mit Bild, Geräusch, Schnitt
  • Zusätzlichen roten Faden im Filmtext platzieren
  • Rolle des Textes als Steuerung der Aufmerksamkeit
  • Dramaturgische Textfunktionen: Antext, O-Ton, Textanfänge, Schlusssätze
  • Informationssicherung: vertikale und horizontale Textsteuerung
  • Distanzierungstechnik "Marsmenschenblick"

Lehrmethoden

Analyse von Filmen der Teilnehmenden und von Beispielfilmen, Erarbeitung von Kriterien und Regeln, Textübungen in Gruppen, Gruppendiskussion