IT-Sicherheit im Büro-Alltag

Firewalls, Virenscanner und die IT-Abteilung des Hauses werden es schon richten. In dieser entspannten Gewissheit setzen sich die meisten von uns Tag für Tag an ihren Büro-Rechner. Tatsächlich kann aber ein jeder von uns mit wenigen Handgriffen all diese Sicherheitsvorkehrungen umgehen und die Firma lahm legen.
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Der Klassiker – leichtfertig USB-Sticks anschließen

Auch wenn es sich eigentlich schon herumgesprochen haben sollte, dennoch werden immer wieder arglos USB-Sticks in die eigenen Rechner gesteckt – verbunden mit der Bitte: „Kannst Du mir das Dokument auf dem Stick mal schnell ausdrucken?“ Vielleicht weiß der Eigner des Sticks es nicht mal selbst und hegt keine bösen Absichten, doch kann diese Aktion das ganze Büronetz auf einen Schlag verseuchen – sollte der Stick einen Virus übertragen.

Noch unangenehmer ist es, wenn absichtlich Viren eingeschleust werden sollen z.B. mit USB-Sticks, die vor dem oder im Firmengebäude „verloren“ wurden. „Wenn man denn unbedingt wissen muss, was auf dem Stick drauf ist, dann sollte man den Stick immer nur an eine Maschine stöpseln, die nur dazu dient und nicht im Büronetz hängt“, rät der IT-Experte der ARD.ZDF medienakademie, Olaf Schott.

Die Basis – ausreichend sichere Passwörter

Ebenso wichtig ist die sorgsame Wahl eines ausreichend langen Passwortes. Da die Rechenleistung üblicher Office-Rechner schon sehr hoch ist, können selbst diese mit einer passenden Software leicht Passwörter knacken. Wer in Mathematik aufgepasst hat, weiß, dass die Menge der aneinandergereihten Zeichen die Kombinationsmöglichkeiten exponentiell erhöht.

„Ein Passwort, das aus 10-12 Zeichen besteht, gemischt aus großen und kleinen Buchstaben und Zahlen, ist eine gute Wahl“, rät Olaf Schott. Am besten eigne sich ein individueller Merksatz. „Man nimmt einfach die Anfangsbuchstaben der Wörter, streut ein paar Ziffern ein – Mn1fdAdW,s1pZe – fertig ist ein merkbares und sicheres Passwort.“ Natürlich würden im Seminar auch andere Verfahren vorgestellt, denn nicht jedem liege die Merksatz-Methode.
 

Sicherheit im digitalen Arbeitsalltag

Wer für sich im Büro-Alltag immer mal ein flaues Gefühl im Magen verspürt á la „Ist das jetzt eine richtige oder eine Virus-Mail?“, „Wie erstelle ich am besten mein Passwort und merke es mir dann auch?“, „Wann sollte ich etwas verschlüsseln und wie mache ich das?“ findet im Seminar „Sicher durchs Netz – IT-Sicherheit für Anwender“ (Termine folgen Ende August) viele Antworten und mehr Sicherheit im digitalen Arbeitsalltag.

Autorin: Martina Lenk