Journalismusforum 2018: Menschen erreichen – publizistisch relevant sein

Die Aufgabenstellung ist klar: „Unser Ziel bleibt es auch künftig, möglichst viele Menschen mit unseren Angeboten zu erreichen. Und wir müssen zuhören – wir sind nicht perfekt“, sagte NDR-Intendant Lutz Marmor kürzlich der Nordwest-Zeitung im Interview und ZDF-Chefredakteur Peter Frey sekundiert: „Wo wir können, diskutieren wir mit unserem Publikum, auch live zum Beispiel im Morgenmagazin. Solche Formen des Austauschs auf Augenhöhe wollen wir noch ausbauen.“ (Allgemeine Zeitung, Mainzer Ausgabe)

Das Ziel ist also definiert – allein die Wege dahin führen durch unbekanntes Terrain zwischen neuen Technologien und dem rasanten gesellschaftlichen Wandel.

Journalismusforum - Rednerin auf Bühne
Journalismusforum 2018: 5. November 2018, Bayerischer Rundfunk

Auf dem Journalismusforum 2018 am 5. November 2018 stellen Programmbereichsleiter, Chefredakteure, Teamleiter acht Projekte aus ARD, ZDF, dem finnischen Sender YLE und verschiedenen Tageszeitungen vor und erklären in Vorträgen und Workshops, wie sie das Thema der Zuwendung und des Austauschs mit dem Publikum umgesetzt haben.

Topaktuelles Wissen ist garantiert, denn manche Projekte laufen in diesem Jahr und können erst Anfang November Ergebnisse vorweisen. Einige der Rednerinnen und Workshop-Leiter werden zeigen, dass sowohl Themensetzungen, ganze Sendungen und Formate über den Austausch mit dem Publikum verändert oder neu generiert werden.

Dr. Thomas R. Schmidt von der University Oregon wagt für seinen Vortrag über die Untersuchung internationaler Broadcast- und Print-Newsrooms aber auch den Titel: „Vom Nutzen und Nachteil der Publikumsbeteiligung“. Es werden also jede Menge Denkanstöße, Ideen und viel Konkretes in den Workshops für Programmplaner wie auch Programmmacher, Onliner und Crossmedia-Fans geliefert.

Vielleicht kann das diesjährige Journalismusforum dazu beitragen, dass der Ruf von mdr-Programmdirektorin Nathalie Wappler-Hagen gehört und verstanden wird: „Ich möchte meinen Kollegen in den westdeutschen Rundfunkanstalten manchmal zurufen: Habt Ihr eigentlich eine Ahnung, wie diese fünf Bundesländer ticken und was hier los ist? Sonst würdet Ihr nämlich in der Themenauswahl der bundesweiten Programme in paar andere Schlaglichter setzen!“ (19.3.2018, DWDL.de)