On-Air-Promotion und Multichannel-Strategien für Programm und Marke

Fernsehen linear – das ist immer noch große Reichweite. Aber es wird immer aufwändiger, die Besonderheit eines Films, eines Programms oder eines Schwerpunkts zu kommunizieren: Multichannel-Strategien sind in Zeiten von Netflix, Prime Video und Co. notwendig. 

Tobias Geißner-Donth und Thomas Kabioll
Tobias Geißner-Donth (ARD.ZDF medienakademie) überreicht den Preis an Thomas Kabioll (SR/Globe TV)

Der klassische Programmtrailer hat nicht ausgedient, aber die Social-Media-Klaviatur muss ebenso beherrscht werden wie die Zuschauerführung durch Textfelder, die Mediatheken-Kommunikation als auch die klassische PR.

Promotion ist damit für das öffentlich-rechtliche Fernsehen zum Multitasking geworden – so sahen es jedenfalls die Promotion-Verantwortlichen, die sich in Köln Ende September beim Gastgeber WDR trafen. 

Beim 22. Roundtable On-Air-Promotion besprachen die Promotion-Verantwortlichen aus allen öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern zwei Tage lang ihre neuen Projekte und Erfahrungen; was läuft, was eher nicht oder nicht mehr; an welchen Stellschrauben muss für den Erfolg gedreht werden. 

Das Schweizer Fernsehen („Digitale Influencer“), FUNK („Markenstrategie des jungen Angebots von ARD und ZDF“) oder die ARD Programmdirektion („Crossmediale Kampagnenstrategie für Babylon Berlin“) stellten ihre Projekte und Workflows vor.

Verleihung des Trailer-Awards 2019

Höhepunkt war wie immer die Trailer-Show, bei der aus jedem Haus beste Beispiele für Promotion eingereicht worden waren; die Teilnehmenden stimmten in drei Kategorien (Image, Konzept und Umsetzung) über die Einreichungen ab und haben die Preisträger am Freitagnachmittag gewählt:  

  • Der Trailer-Award ging an das ARD-Das Erste-Team von Thomas Kabioll (SR & Globe TV) für den Starttrailer zu „Babylon Berlin“.
  • Der 2. Preis ging an ARTE für „Concert“.
  • Der 3. Preis ging an den KIKA für „Arthur und der KIKA-Player“.

Autoren: Tobias Geißner-Dohnt, Martina Lenk