Sexismus im Arbeitsalltag  #MeToo #Aufschrei

Für unfaire Behandlung und diskriminierendes Verhalten sollte in unserer Gesellschaft und im Job kein Platz mehr sein. Die #MeToo-Debatte zeigt jedoch: Sexismus in Redaktionen und Unternehmen war bis heute ein Tabuthema – aller Aufgeklärtheit zum Trotz.

Fallende Dominosteine durch Hand gestoppt
©baona / istockphoto.com
Erst #Aufschrei 2013, aktuell #MeToo: Anzügliche Sprüche, unerwünschte Anmache, persönliche Grenzüberschreitungen – verbal oder körperlich – gehören zum Alltag vieler Menschen im Job. Das ist nach diesem Tsunami der veröffentlichten Erfahrungen unbestreitbar. Die Betroffenen schildern unpassendes, entwürdigendes und chauvinistisches Verhalten in ganz alltäglichen Situationen.

Sexismus ist oft Machtmissbrauch

Die veröffentlichten Fälle von Prominenten wie Weinstein, Spacey, Wedel aber auch aus der Politik und Wirtschaft zeigen zudem: Sexueller Missbrauch hat häufig strukturelle Ursachen. Sexismus ist Machtmissbrauch, verletzt die Würde der Betroffenen und stützt sich – gerade im beruflichen Kontext – auf hierarchische Unterschiede und Abhängigkeiten. Die Angst um die eigene Karriere, Scham und eine überholte Machokultur erschweren es den Betroffenen, sofort und wehrhaft reagieren zu können.

Sensibilisierung und Interventionsstrategien

Öffentliche Debatten wie #Aufschrei oder #MeToo können der Anfang gesellschaftlicher Veränderung sein. Unternehmen müssen mitziehen und für Chancengleichheit und Gerechtigkeit am Arbeitsplatz eintreten. Sexistische Übergriffe gilt es, klar zu benennen und zu verurteilen.

Chauvinistische Sprüche und Macho-Gehabe sind vielleicht manchmal „nur“ unbewusstes, unreflektiertes Verhalten. Umso wichtiger ist es, die fehlende Empathie gegenüber Kolleginnen und Kollegen direkt zu thematisieren und alle Agierenden der Organisation – Vorgesetzte, Mitarbeitende, Auszubildende und Volontäre/-innen – für sexistische Diskriminierung im Arbeitsalltag zu sensibilisieren.

Genau dafür haben wir den Sensibilisierungs-Workshop: Sexismus am Arbeitsplatz: Was ist sexistische Diskriminierung und was tun, wenn….?! aufgelegt. 

Falls Sie Fragen haben oder eine individuelle Beratung zu diesem Angebot wünschen, hilft Ihnen Bettina Winter gerne weiter.

Autor: Sven Dütz