Smart Moving Camera – Immersive Eindrücke für überzeugende Geschichten

Unternehmen und Forscher entwickeln zahlreiche neue Produktionsmethoden für Film und Video: Virtual Reality, Augmented Reality, 360-Grad-Videos, volumetrische Videos. All diese Techniken setzen auf Immersion – der Zuschauer soll sich als Teil der Geschichte empfinden. Die Grundlagen dafür sind nicht neu: die Kamerabewegung zielt auf ähnliche Effekte.

Kamera in Green-Room
© Andi_Martin / istockphoto.com

Bewegte Kamera – Perspektiven in Bewegung

Die Kameraführung ist neben Licht und Ton eines der wichtigsten Elemente in der Gestaltung von Film oder Fernsehbeiträgen. Bewegung statt statischer Bilder, Dynamik und Entwicklung statt Ruhe und Stillstand – die Möglichkeiten der Kamerabewegung bieten zahlreiche Optionen sowohl für die Bildgestaltung als auch für die Dramaturgie.

Kamerabewegung durch den Raum geht über den Kameraschwenk hinaus, bei dem sich die Kamera – ähnlich einer Kopfbewegung – um einen fixen Punkt dreht. Dabei wird die Bewegung der Kamera zur Blickführung genutzt: Die Bewegung z.B. eine sanfte Kamerafahrt zu Beginn eines Films oder einer Dokumentation kann die Zuschauerin aus ihrer Realität heraus, hinein in die Geschichte ziehen. Kamerafahrten, Bilder aus der Luft mit Kamerakran oder Drohne, Verfolgungsbewegungen – es gibt zahlreiche Formen bewegter Kameras in der Werbung und in TV-Beiträgen, arte Blow Up zeigt die Kamerabewegungen in Kinofilmen.

Storytelling und Dramaturgie mit smarten Mitteln

Diese visuellen Eindrücke von Kamerabewegung und dynamischen Perspektiven können die Atmosphäre eines journalistischen Beitrags prägen und als gestalterisches Element für die dramaturgische Entwicklung der Story bewusst in Szene gesetzt werden – ein wirkungsvolles Instrument, das selbst bei kleinem Budget und wenig Zeit effizient eingesetzt werden kann. Zahlreiche technische Hilfsmittel sorgen dabei für ruckelfreie Bilder.

Smarte Produktionsmittel wie Slider, Drohnen und Brushless Gimbal ermöglichen flüssige Aufnahmen und vielfältige Fahrten und Perspektiven. Mit Spezialeffekten wie bewegte Zeitraffer-Aufnahmen kommen eindrucksvolle Gestaltungsoptionen hinzu. Gutes Handwerk ist es, diese gezielt einzusetzen: Bei journalistischen Stücken steht die Story im Vordergrund. Die Bildgestaltung, die visuellen Effekte und die Dramaturgie sollten die Werkzeuge des Kameramanns oder der Redakteurin sein, die Geschichte ansprechend zu erzählen.

Wie Sie Slider, Drohnen und Brushless Gimbal sinn- und wirkungsvoll für Ihre Geschichten einsetzen, erproben Sie in unserem Hands-on-Workshop „Smart Moving Camera".

Bei Fragen berät Sie gern:

Markus Espenhahn
E-Mail: m.espenhahn@ard-zdf-medienakademie.de
Telefon: +49 911 9619-402


Autor: Sven Dütz